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Städtischer Wirtschaftsverkehr - Commercial/Goods Transportation in Urban Areas - Transports Commerciaux/Marchandises en Ville


Wulf-Holger Arndt
Difu-Impulse 3/2013, 248 Seiten, A4, Paperback .
Erscheinungsjahr: 2013
ISBN: 978-3-88118-518-9
Verlag: Deutsches Institut für Urbanistik
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Kurzbeschreibung:
Dokumentation der Internationalen Konferenz 2012 in Berlin

Der Wirtschaftsverkehr hat in den Städten eine hohe Bedeutung zur Sicherung der Versorgung und zur Förderung der wirtschaftlichen Austauschprozesse. Wie Gesellschaft und Wirtschaft einem stetigen, auch strukturellen Wandel unterliegen, so verändert sich auch der Wirtschaftsverkehr – z.B. hinsichtlich der Jederzeitigkeit, Zeitgenauigkeit und Schnelligkeit von Lieferungen. Im Jahr 2012 fand eine gemeinsam von den französischen Instituten Laboratoire d’Economie des Transports (LET) und Centre d’études sur les réseaux, les transports, l’urbanisme et les constructions publiques (CERTU), vom europäischen Städte-Netzwerk POLIS sowie vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) organisierte trilinguale Konferenz "Berlin International Conference on Commercial/Goods Transport in Urban Areas" statt. Rund 80 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Planung, Verbänden, Logistik- und Beratungsunternehmen diskutierten ein breites Spektrum aktueller Themen des städtischen Wirtschaftsverkehrs.

Gesellschaftliche Trends wie Alterung der Bevölkerung, Verkleinerung der Haushaltsgrößen und abnehmende Siedlungsdichte, aber auch eine Renaissance des Wohnens in der Stadt auf der einen Seite und Veränderungen bei den Produktionstechnologien und -prozessen mit einem anhaltenden Trend zur räumlichen Arbeitsteilung sowie neue Distributionsoptionen wie Internethandel auf der anderen Seite stellen neue Herausforderungen für den Wirtschaftsverkehr dar: Gefordert sind beispielsweise zeitgenaue Lieferungen, Lieferungen über den ganzen Tag ("Rund-um-die-Uhr") und eine Verfügbarkeit auch für kleine Sendungsgrößen. Immerhin ein Drittel des städtischen Verkehrs wird dem Wirtschaftsverkehr zugeordnet. Die Zunahme von Lkw-Fahrten im Güterverkehr führt wegen seiner Lärm- und Schadstoffemissionen zu ansteigenden ökologischen Problemen im städtischen Raum, aber auch zu ökonomischen Problemen durch Staus und Verkehrsbehinderungen, die von be- und entladenden Fahrzeugen des Wirtschaftsverkehrs ausgehen.

Die europäischen Städte sehen sich mit vergleichbaren Problemen konfrontiert; in den Handlungsansätzen gibt es jedoch Unterschiede, die eine europäische Perspektive interessant machen. Einige Städte versuchen die negativen Auswirkungen des Wirtschaftsverkehrs mit Umweltzonen, Lkw-Führungsrouten oder Benutzervorteilen für schadstoffarme und lärmarme Antriebstechniken zu begrenzen. Aber auch City-Logistikkonzepte erleben in Form neuer Ansätze des Urban Goods Management eine Renaissance. Wesentliche Impulse, sich mit dem Thema Stadtverkehr und Umwelt zu befassen, gehen von den europäischen Richtlinien zur Luftqualität und zum Umgebungslärm sowie vom aktuellen europäischen Verkehrsweißbuch "Fahrplan zu einem einheitlichen europäischen Verkehrsraum – Hin zu einem wettbewerbsorientierten und ressourcenschonenden Verkehrssystem" aus. Die Umsetzungen der Richtlinien in nationales Recht mit verschärften Grenzwerten für Luftschadstoffe und Verkehrslärm sowie Anstrengungen, die klimaschädigenden CO2-Emissionen des Verkehrs zu verringern, unterstreichen die Erfordernisse, den Wirtschaftsverkehr in die Planung auf kommunaler Ebene stärker als bisher zu integrieren. Hierauf lag ein Schwerpunkt der Konferenz. Dabei standen neben den rechtlichen Rahmen im Vergleich verschiedener Länder auch praktische Beispiele für Strategien, Maßnahmen und Umsetzungsmöglichkeiten im Vordergrund.
(Quelle: Deutsches Institut für Urbanistik)


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