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Jetzt auch noch resilient? Anforderungen an die Krisenfestigkeit der Städte


Klaus J. Beckmann
Difu-Impulse Nr. 4, 82 Seiten
Erscheinungsjahr: 2013
ISBN: 978-3-88118-520-2
Verlag: Deutsches Institut für Urbanistik
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Kurzbeschreibung:
Der Begriff „Resilienz" hat seit einiger Zeit auch im Zusammenhang mit Fragen der Zukunftsfähigkeit von Städten, technischen und sozialen Infrastrukturen, Wirtschafts- und Produktionssystemen Konjunktur. Dabei bleibt der Begriff häufig unscharf. Das zugrunde liegende lateinische Wort „resilire" bedeutet „abprallen", „zurückspringen" und beschreibt die Widerstandsfähigkeit oder Toleranz eines Systems gegenüber äußeren Störungen und Krisen.

Resilienz von Städten, resiliente Stadt- und Raumstrukturen, resiliente Infrastrukturen werden zu einer neuen bedeutenden Aufgabe für Stadtpolitik und Stadtverwaltung, für die lokale Wirtschaft und die örtliche Zivilgesellschaft. Forderungen nach Resilienz tauchen vor allem im Zusammenhang mit ökonomischen, sozialen, ökologischen, klimatischen und geohydrologischen Transformationsprozessen auf. Resilienz ist dann gegeben, wenn Städte und ihre Teilsysteme mit Blick auf Anforderungen und Wirkungen von Transformationen robust und anpassungsfähig sind.

Die Anfälligkeit von Städten wird derzeit besonders im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Klimafolgenbewältigung, der Energiewende oder auch der weltweiten Zunahme der „Verstädterung" diskutiert. Dabei wird leicht vergessen, dass gerade die Städte weltweit über Jahrhunderte und Jahrtausende ihre große Anpassungsfähigkeit an politische, soziale, ökonomische, technische und kulturelle Veränderungen bewiesen haben.

Resilienz wird häufig nur im technischen und infrastrukturellen Kontext betrachtet – eine viel zu enge Sichtweise! Vielmehr bieten gerade natürliche und anthropogen „überformte" biologische Systeme belastbare Hinweise auf die Faktoren, mit denen sich Robustheit, Anpassungsfähigkeit und Flexibilität sichern und stärken lassen. Es handelt sich um Systeme mit vergleichsweise hohen Graden an Vernetzung, Redundanzen und Kreisläufen. Der Übergang in dezentrale und semizentrale Systeme, die partielle Veränderung von Verbraucher- und Produzentenfunktionen sind in unseren Städten beispielhafte Anzeichen für steigende Anpassungsfähigkeit.

Die elf in dem Difu-Impulse-Band versammelten Essays zeigen keine fertigen Lösungen, wollen aber zu Reflexionen und kreativer Auseinandersetzung mit dem Thema anregen.
(Quelle: Deutsches Institut für Urbanistik)


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