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Beschwerdemanagement und Ombudschaft - eine Qualitätsstrategie für die Jugendämter?


Arbeitsgruppe Fachtagungen Jugendhilfe im Deutschen Institut für Urbanistik
Aktuelle Beiträge zur Kinder- und Jugendhilfe, 90, 132 S., deutsch, DINA4
Erscheinungsjahr: 2013
ISBN: 978-3-931418-97-7
Verlag: Deutsches Institut für Urbanistik
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Kurzbeschreibung:
Nicht immer sind alle sich einig, was dann?

Eine Beteiligung von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien an sozialpädagogischen Entscheidungen, die ihr Leben betreffen, und die Sicherung ihrer Rechte hierbei ist nicht immer ein konfliktfreier Prozess. Dann braucht es geeignete Verfahren im Jugendamt bzw. eine unabhängige Instanz, mit deren Unterstützung die Entscheidungskriterien der Jugendämter für eine bestimmte Hilfe gemeinsam hinterfragt werden können. Die Einrichtung eines internen Beschwerdemanagements in Jugendämtern sowie kommunaler Ombudschaftsstellen bietet sich hier an, auch wenn diese dabei eher noch am Anfang stehen.

„Sind Beschwerden im Jugendamt willkommen?“ Das Referat zum Thema: „§ 79a SGB VIII – Dimensionen der Qualitätsentwicklung im Jugendamt“ hielt Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Wiesner, Ministerialrat a.D., Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Berlin. Er verwies auf die lange Vorgeschichte des Paragraphen im Bundeskinderschutzgesetz, erinnerte an die Runden Tische zur Heimerziehung und zum Sexuellen Kindesmissbrauch sowie an den Dormagener Qualitätskatalog. Das Bundeskinderschutzgesetz nimmt die Qualitätsentwicklung in allen Handlungsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe in den Blick, dies sei kein einfacher Auftrag für die Jugendämter. Die Umsetzung der §§ 79/79a SGB VIII sei eine große Herausforderung und schließt die Frage ein, ob Beschwerden im Jugendamt und bei den freien Trägern willkommen sind. …

Neue Impulse durch die Kinderschutzdebatte … Die Kinderschutzdebatte habe hier neue Impulse gesetzt und es brauche nun eine Kultur des Dialogs. Das bedeute, dass nicht zu „erwachsenenlastig“ agiert werden darf. Am Anfang standen Fragen von Kindern und deren Hilflosigkeit gegenüber dem „Apparat“. Mit dem Wechsel in die Kinder-perspektive ließen sich auch leichter Haltungsfragen der Fachkräfte diskutieren. In Bezug auf die gesetzliche Verankerung von „Qualitätsentwicklung“ gab es bisher sehr unterschiedliche Reaktionen von uneingeschränkter Zustimmung bis zur totalen Ablehnung. Geäußert wurde die Sorge vor Bürokratisierung und überhöhten Steuerungserwartungen.

Was ist wenn … (Fachkräfte von) Jugendämter(n) Fehler machen?
(Quelle: Deutsches Institut für Urbanistik)


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