(K)ein Idyll - Das Einfamilienhaus

Eine Wohnform in der Sackgasse

Stefan Hartmann

Deutsch, ca. 176 Seiten, 20 × 27 cm, zahlreiche Abbildungen, Klappenbroschur

Erscheinungsjahr: 2020
ISBN: 978-3-03863-026-5
Kurzbeschreibung:
  • Vom Arbeiterreihenhaus zum Fertighaus - die Geschichte der beliebtesten Wohnform erstmals aufgearbeitet
  • Mit Lösungsmodellen für eine massvolle Nachverdichtung bestehender Siedlungen
  • Wie sehen die Einfamilienhausquartiere der Zukunft aus?


Das Einfamilienhaus ist nach wie vor die beliebteste private Wohnform. Dabei ist es noch relativ jung. Es entstand als Arbeiterhaus im 19. Jahrhundert, seinen ersten Höhepunkt erlebte in den 1970er-Jahren. Bauwirtschaft, Landbesitzer und Gemeinden profitierten zunächst vom privaten Bauboom; Raumplanungsauflagen wurde aber unterlaufen. Heute sehen wir die Konsequenzen: Die Agglomerationen sind zersiedelt durch Einfamilienhaussiedlungen mit geringer Dichte. Die Kosten für Bau und Erhalt der Infrastrukturen belasten die Gemeinden. Hinzu kommt, dass viele Hausbesitzer der «Babyboomer»-Zeit heute alt und nicht mehr in der Lage sind, Haus und Garten zu führen, sodass mit ihrem Wegzug auch Leerstände entstehen. Wie also können Einfamilienhausquartiere fit gemacht werden für eine nachhaltige zukünftige Nutzung? Wie bleiben sie attraktiv für ihre Bewohner und junge Familien?

Diese Publikation arbeitet erstmals das Wissen zur Entwicklung des Einfamilienhauses chronologisch auf. Gleichzeitig stellt sie mögliche Szenarien eines Umgangs mit den bestehenden Einfamilienhausgebieten vor. Damit ist die Basis gelegt für ein breites Verständnis einerseits und für eine reflektierte Diskussion um die nachhaltigen Entwicklungen des Haustyps und der bestehenden Einfamilienhausquartiere andererseits.

Das Buch ist gegliedert in klar aufgebaute Kapitel – von den gesellschaftlich-geschichtlichen Hintergründen des Haustyps über seinen Siegeszug in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis hin zur heutigen Situation. Darüber hinaus werden Nutzungsstrategien aufgezeigt, um in die Jahre gekommene Quartiere zu erhalten, zu sanieren, massvoll zu verdichten und damit wieder zu beleben.

(Quelle: Triest Verlag )