Kulturelle Vielfalt der öffentlichen Verwaltung

Repräsentation, Wahrnehmung und Konsequenzen von Diversität

Andreas Ette, Sophie Straub,
Martin Weinmann, Norbert F. Schneider

1. Ausgabe 2021, 277 Seiten, gebunden

Erscheinungsjahr: 2021
ISBN: 978-3-8474-2454-3
Kurzbeschreibung:

Deutschland ist eines der weltweit wichtigsten Einwanderungsländer und kulturelle Vielfalt prägt mehr denn je seine Gesellschaft. Behörden und Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung spiegeln die steigende Diversität bisher aber nur in geringem Maße wider. Die geringe Repräsentation von Eingewanderten und ihren Nachkommen in den öffentlichen Verwaltungen haben, in Verbindung mit den Fragen nach den Auswirkungen zunehmender kultureller Diversität, international zu einer intensiven politischen und wissenschaftlichen Auseinandersetzung geführt.

Mit dem „Diversität und Chancengleichheit Survey“ liegen erstmals repräsentative Daten zur Diversität der Beschäftigten in der Bundesverwaltung in Deutschland vor. Auf der Grundlage von über 47.000 Interviews zeigt der vorliegende Band, in welchem Umfang sich die kulturelle Vielfalt der Bevölkerung in der öffentlichen Verwaltung widerspiegelt. Untersucht werden die Unterschiede zwischen Beschäftigten mit und ohne Migrationshintergrund hinsichtlich ihrer Erwerbssituation, ihrer beruflichen Chancen und ihrer Erfahrungen mit Diskriminierung im Berufsalltag. Wie beurteilen die Beschäftigten in den Behörden und Einrichtungen der Bundesverwaltung den Umgang ihres Arbeitgebers mit der kulturellen Vielfalt in der Belegschaft? Wie bewerten sie bestehende Maßnahmen des Diversitätsmanagements? Welche Herausforderungen und Potenziale bestehen für die Behörden und Einrichtungen durch die kulturelle Diversität ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter?

Die empirischen Befunde stellen eine wichtige Wissensgrundlage für verlässliche Politikberatung und weitere Forschung zur Diversität von Organisationen dar. Eine Strategie für mehr Diversität und zur Förderung der interkulturellen Öffnung bedarf des Aufbaus institutioneller und rechtlicher Strukturen in den Verwaltungen, veränderter Maßnahmen der Personalgewinnung und Personalentwicklung sowie einer regelmäßigen wissenschaftlichen Begleitung der Diversitätspolitik.